3. Tag der Männergesundheit
Patienten berichteten von ihren persönlichen Erfahrungen
Auch in diesem Jahr präsentierte die Klinik für Urologie und Kinderurologie einen Tag der Männergesundheit. »Der Zuspruch war in den letzten beiden Jahren so groß, dass für uns eine Wiederholung dieser Veranstaltung selbstverständlich war«, erklärte Chefarzt Dr. Andreas Schneider. Gemeinsam mit niedergelassenen Kollegen informierten die Ärzte der Gelnhäuser Klinik für Urologie und Kinderurologie über Vorsorge, Diagnostik und Therapie urologischer Erkrankungen des Mannes.
Denn es ist eine Binsenweisheit, dass die Menschen in unserem Land immer älter werden. Ob jemand jedoch »einfach nur alt wird« oder dabei auch rüstig und fit bleibt, macht einen wesentlichen Unterschied. Häufig sind es gerade die großen und kleinen Erkrankungen des urologischen Fachbereichs, die den Männern die verdiente Lebensqualität des Rentenalters beeinträchtigen können.
So ist die gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse eine weit verbreitete Erkrankung, die zunächst mit erschwertem und häufigem Wasserlassen beginnt, im späteren Stadium jedoch in Inkontinenz und möglicherweise sogar in der Dialyse enden kann, wenn sie nicht erkannt und behandelt wird.
Das Prostatakarzinom ist seit vielen Jahren die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Deutschland. Dennoch nehmen nur etwa 12 Prozent aller Männer über 45 die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen durch den niedergelassenen Urologen in Anspruch. Das ist bitter, denn das Prostatakarzinom ist – sofern frühzeitig erkannt – prinzipiell heilbar.
Über alle Fragen, die im Zusammenhang mit diesen Themen immer wieder gestellt werden, informierten die Ärzte der Klinik für Urologie und Kinderurologie gemeinsam mit niedergelassenen Fachärzten für Urologie am 3. Tag der Männergesundheit.
Während der gesamten Veranstaltung konnten sich die männlichen Besucher ihren PSA-Wert kontrollieren lassen, der Auskunft über das bestehende Prostatakrebs-Risiko gibt. »Außerdem wurde interessierten Damen und Herren an einem fünf mal drei Meter großen, begehbaren Prostatamodell, das im Foyer des Krankenhauses aufgestellt war, mögliche Erkrankungen der Prostata erläutert«, so Oberarzt Dr. Dimitrios Skambas, der die Veranstaltung organisiert hat. Später fanden dann Führungen durch den OP-Trakt.
Neu war in diesem Jahr, dass sich Patienten der urologischen Klinik bereit erklärten, in kleinen Gesprächskreisen über ihre persönlichen Erfahrungen zu berichten. So mancher Besucher war von diesem Angebot des Austauschs begeistert.
Chefarzt Dr. Schneider: »Unsere jährlichen Aktionstage dienen dazu, in einem sehr sensiblen Feld wie der Urologie die Hemmschwelle für den Dialog mit dem Arzt zu senken, Tabuthemen anzusprechen – kurzum die Angst für das Thema Urologie zu nehmen.«
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