Besondere Qualitätsauszeichnung für »RPK Arbeit leben«
Rehabilitationeinrichtung für psychisch kranke Menschen (RPK) in Schlüchtern erhält KTQ-Zertifikat
Erster Kreisbeigeordnete Günter Frenz überreichte Dr. Susanne Markwort, Chefärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an den Main-Kinzig-Kliniken Schlüchtern, das Qualitätssiegel, welches die »RPK – Arbeit leben (Rehabilitation für psychisch kranke Menschen)« kürzlich erlangt hat. Überprüft wurde die RPK durch die Gesellschaft für Kooperation, Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen (KTQ–Reha) und die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR).
Frenz: »Mit dieser Zertifizierung ist es uns gelungen, ein großartiges Qualitätssignal zu setzen.« Die Main-Kinzig-Kliniken gGmbH und ihre Tochtergesellschaften – die RPK gehört zur Tochtergesellschaft Pflege und Reha gGmbH - haben so erneut ihrem hohen Anspruch Rechnung getragen, als führender regionaler Anbieter medizinischer und rehabilitativer Leistungen nachgewiesenermaßen auf höchstem Qualitätsniveau zu erbringen.
Die »RPK Arbeit leben« bietet zwölf stationäre und 15 ambulante ganztags Rehabilitationsplätze für Menschen mit psychischen Störungen an. In Kooperation mit dem Behindertenwerk Main-Kinzig e.V. werden medizinische Rehabilitationen mit beruflichem Schwerpunkt durchgeführt. Dabei umfasst das Behandlungsangebot fachärztlich-psychiatrische Behandlungen, psychotherapeutische Einzel- und Gruppenbehandlungen sowie unterschiedliche Funktionstrainings im psychosozialen wie auch im arbeitstherapeutischen Bereich bis hin zur Vermittlung von Praktikumsplätzen unter den Bedingungen des ersten Arbeitsmarktes in Firmen unserer Region.
Voraussetzung für den Erhalt des ausgezeichneten Qualitätssiegels, das mit der von Frenz übergebenen Urkunde untermauert wurde, war die erfolgreiche Dokumentation wichtiger Qualitätskriterien. Dazu zählte das Einrichtungskonzept, die indikationsspezifischen Rehabilitationskonzepte, die Verantwortung für das Qualitätsmanagement in der Einrichtung, die Beziehungen zu Rehabilitanden, deren Bezugspersonen und Angehörigen sowie zu den Behandelnden, Leistungsträgern und zur Selbsthilfe. Aber auch das systematische Beschwerdemanagement, die externe Qualitätssicherung und die internen Verfahren (Ergebnismessung und -analyse) waren für die Zertifizierung ausschlaggebend wie auch das Fehlermanagement und die interne Kommunikation und Personalentwicklung.
Krankenhausdezernent Frenz dankte der Chefärztin und ihrem Team für das große Engagement und den Ideenreichtum während des Zertifizierungsverfahrens. Besonderer Dank sprach Frenz auch der Qualitätsmanagementbeauftragten, Uta Schubert, aus. Sie habe mit ihrem unermüdlichen Einsatz wesentlich zum Erfolg des Projektes beigetragen.
Die »RPK Arbeit leben« hat im Zertifizierungsverfahren ein Novum erreicht: Zum ersten Mal hat eine Organisation eine Zertifizierung nach dem neuen KTQ-Reha-Manual und den Kriterien der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation erreicht. Krankenhausdezernent Frenz: »Dies erfüllt uns natürlich mit besonderem Stolz.«
Der Zertifizierungsprozess mit der Begutachtung durch die so geannten Visitatoren der KTQ fand übrigens an zwei Tagen im Februar unter der Leitung von Frau Dr. Markwort und Frau Schubert, der Diplom-Rehabilitationspsychologin und Qualitätsmanagement-Beauftragte für die »RPK Arbeit leben«, statt.
Die Einrichtung wurde am 1. Mai 2005 im ehemaligen Schwesternwohnheim der Main-Kinzig-Kliniken in der Ludovica-von-Stumm-Straße 6 in Schlüchtern eröffnet. Frenz: »Wie die Entwicklung gezeigt hat, war es richtig, die Einrichtung der Main-Kinzig-Kliniken Pflege und Reha gGmbH zur medizinisch-beruflichen Rehabilitation von Menschen mit psychischen Störungen zu schaffen.«
Ohne die geleistete Arbeit der Chefärztin Dr. Markwort und ihrer Mitarbeiter sowie des Behindertenwerks Main-Kinzig e.V. wäre es in den letzten sechs Jahren nicht möglich gewesen, Menschen mit psychischen Störungen so gut auf den Widereinstieg ins Berufsleben vorzubereiten. So haben die Main-Kinzig-Kliniken in dem Behindertenwerk Main-Kinzig einen außerordentlich kompetenten Partner.
Krankenhausdezernent Frenz: »Das Behindertenwerk und die Main-Kinzig-Kliniken hatten 2005 mit der Eröffnung der Schlüchterner Reha-Einrichtung in Hessen eine Vorreiterrolle eingenommen, die heute mit dem Qualitätssiegel und der besonderen Erfüllung der Kriterien der Bundesarbeitsgemeinschaft Rehabilitation (BAR) und der Gesellschaft für Kooperation, Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen erneut dokumentiert wird.«
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