Eröffnung der neuen geriatrischen Station
Nunmehr können mehr als 50 geriatrische Patienten stationär aufgenommen werden
Mit einem Tag der offenen Tür wurde in den Main-Kinzig-Kliniken Schlüchterner die erweiterte Klinik für Geriatrie der Öffentlichkeit vorgestellt. Erster Kreisbeigeordneter und Krankenhausdezernent Günter Frenz konnte im Beisein von Geschäftsführer Dieter Bartsch, Chefarzt Dr. Alexander Große und zahlreichen Besuchern zusätzlich 16 ansprechende Patientenzimmer übergeben. Der Neubau im 4. Stock des Krankenhauses beinhaltet außerdem 19 Therapie- und Stationsräume, »die dem Wohl der uns anvertrauten Patienten dienen sollen«, so Frenz.Im Frühjahr kommt dann noch der Dachgarten hinzu.Die Räume sind optimal auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt.
Die Kosten belaufen sich auf 5,6 Millionen Euro, wovon 3,1 Millionen Euro das Land Hessen trägt. Krankenhausdezernent Frenz: »In der Klinik für Geriatrie können nunmehr insgesamt mehr als 50 geriatrische Patienten stationär aufgenommen werden.« Ab März kommt dann noch das ambulante tagesklinische Angebot hinzu.
Die Einrichtung der Klinik für Geriatrie im Jahre 2006 stellte für viele eine Neuerung dar, die über die normalen Überlegungen zur Ausstattung eines Grund- und Akutkrankenhauses hinausgingen, betonte Frenz. Der Krankenhausdezernent: »Dass die Klinik zu keinem Wagnis wurde, dafür haben Chefarzt Dr. Alexander Große und sein Team gesorgt.« Die Klinik für Geriatrie genießt heute einen ausgezeichneten Ruf, dem Chefarzt wird große Kompetenz im dem umfassenden medizinischen Feld der Altersheilkunde bescheinigt, was auch Geschäftsführer Bartsch unterstrich. Und dem Team werde Einsatzbereitschaft, Einfühlungsvermögen und ein hohes Maß an medizinischer Fach- und Sachkunde nachgesagt, erklärte Frenz am Samstag während der Eröffnungsrede.
Mit den neuen Räumen hätten Aufsichtsrat und Geschäftsleitung zur Verwirklichung des Ziels dieser Klinik, Menschen in höherem Alter ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, optimal Rechnung getragen. Außerdem sind damit die besten Voraussetzungen dafür geschaffen worden, dass in der Klinik für Geriatrie an den Main-Kinzig-Kliniken in Schüchtern gerade ältere Patienten auch in Zukunft, bei sich weiter verändernder demografischer Entwicklung, bestmöglich behandelt werden können.
Und auf eines wies der Krankenhausdezernent Frenz besonders hin: »Das Krankenhaus in Schüchtern hat keine Standortprobleme mehr, es ist sicherer denn je.« Und: Das Krankenhaus in Schlüchtern präsentiert sich als moderne Gesundheitseinrichtung, die bestens für die Zukunft gerüstet und ausgestattet ist. Damit sind vor allem diejenigen, die in den neunziger Jahren und zu Beginn dieses Jahrhunderts daran gezweifelt haben, dass dieses Krankenhaus noch überlebensfähig ist, Lügen gestraft worden.
Chefarzt Dr. Große verglich die Entwicklung der Altersheilkunde mit seinem beruflichen Werdegang, der nach dem Medizinstudium an der Universität in Rostock in einem kleinen Krankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern begann und ihn 2006 nach Schlüchtern führte. Für den Chefarzt ist die Entwicklung im Krankenhaus in Schlüchtern »guinessbuchverdächtig«. Bereits zwei Jahre nach der Eröffnung wurde die Klinik zertifiziert und von 20 auf 40 Betten erweitert. Dies führte der Chefarzt auf die hohe Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter zurück, wofür er einige auszeichnete.
Krankenhausdezernent Frenz überreichte der Pflegedienstleiterin Andrea Leipold einen Blumenstrauß, da sie die neue Klinik mit geplant, entwickelt und aufgebaut sowie maßgeblich an der Erweiterung im 4. Stock beteiligt gewesen sei. Chefarzt Dr. Große erhielt einen Präsentkorb.
Dass das Krankenhaus in Schüchtern nicht nur die größte Gesundheitseinrichtung im Altkreis Schüchtern darstellt, sondern zu Recht auch eine der anerkanntesten und angesehensten Einrichtungen ist und deshalb zu Recht das Vertrauen der Bevölkerung in die Einrichtung außerordentlich groß ist, konnten die zahlreichen Besucher nicht nur an den neuen Räumen der Geriatrie sehen, sondern auch an den Leistungsangeboten der verschiedenen Kliniken.
Darüber hinaus informierten Experten des Krankenhauses in Kurzvorträgen nicht nur über die Geriatrie, sondern auch über mikrochirurgische Eingriffe an der Wirbelsäule, Schmerzen im Alter, Demenzerkrankungen und die pflegerische Versorgung von Menschen. Im Eingangsbereiche hatten außerdem Selbsthilfegruppen Informationsstände aufgebaut.
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