Fünf Jahre Wirbelsäulenchirurgie
Etwa 350 Besucher am 3. Tag der Wirbelsäule
Große Resonanz fand der diesjährige 3. Tag der Wirbelsäule in den Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen, der in diesem Jahr mit dem fünfjährigen Bestehen der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie der Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen und Schlüchtern zusammenfiel. Über 350 Besucher verschafften sich einen Eindruck über die unterschiedlichsten Behandlungsmethoden, um Rückenbeschwerden wieder in den Griff zu bekommen. »In den letzten fünf Jahren hat sich das Wirbelsäulenzentrum mit der Wirbelsäulenchirurgie in der regionalen medizinischen Versorgung etabliert«, erläuterten die beiden Chefärzte der Wirbelsäulenchirurgie Dr. Michael Eichler und Dr. Bernd Hölper in ihrer Begrüßung.
In insgesamt 20 Kurzvorträgen erhielten die Besucher nützliche Hinweise zu Beschwerden von der Hals- bis Lendenwirbelsäule sowie zur Osteoporose. Dr. Eichler referierte über typische Beschwerden bei Erkrankungen der Halswirbelsäule und Symptome wie z.B. Tinnitus, der zwar häufig im Zusammenhang mit der Halswirbelsäule genannt wird, wobei aber kein Zusammenhang nachweisbar ist. Dr. Simone Koll und Dr. Roland Krahl gingen im Anschluss auf unterschiedliche Erkrankungen der Halswirbelsäule wie Bandscheibenvorfälle, Wirbelkanal- und Nervenkanaleinengungen sowie deren Behandlungsmöglichkeiten ein.
Ein zweiter, wichtiger Vortragsblock stellten Bandscheibenvorfälle, Wirbelkanalverengungen und Fehlstellungen der Wirbelsäule dar. Hier wurden von Dr. Volkan Göktas, Dr. Martin Scheihing und Dr. Hölper moderne Therapiemöglichkeiten zum Verschluss von Einrissen im Bandscheibenfaserring, die Möglichkeit der Implantation künstlicher Bandscheiben und Korrekturen von Wirbelsäulenverkrümmungen dargestellt. Im letzten Themenblock stand die »stille Erkrankung« Osteoporose im Fokus, die knapp die Hälfte aller Menschen im höheren Alter betreffen kann und die meist erst dann Beschwerden verursacht, wenn es zu einem Knochenbruch kommt. Insbesondere Maßnahmen wie Ernährung, Bewegung und Krafttraining wurden hier als Säulen der Behandlung und Prophylaxe erläutert, aber es wurde auch auf moderne Verfahren zur Behandlung von Wirbelkörperbrüchen z.B. mit Hilfe der Ballonkyphoplastie eingegangen.
Wer sich nach den Vorträgen noch nicht vollends informiert fühlte, konnte sich entweder direkt an die Referenten wenden oder im Foyer des Gelnhäuser Krankenhauses die Aussteller befragen. Weitere Therapiemöglichkeiten wurden jedem Interessenten persönlich im neuen Wirbelsäulenbereich des Therapiezentrums vorgestellt. Hier stehen seit wenigen Wochen moderne Geräte für ein spezielles nicht-operatives Rückentraining zur Verfügung.
»Es ist gut zu sehen, dass sich die Menschen der Region für unser Wirbelsäulenzentrum Fulda-Main-Kinzig interessieren. Die kontinuierlich zunehmenden Patientenzahlen verdeutlichen das Vertrauen, das die Menschen uns entgegenbringen«, berichtete Chefarzt Dr. Hölper.
Dr. Eichler, ebenfalls Chefarzt des jungen, aber inzwischen weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannten Wirbelsäulenzentrums, ist auch mit den Entwicklungen zufrieden: »Als wir vor fünf Jahren in Gelnhausen starteten, ahnten wir nicht, wie schnell wir zu Vorreitern von europa- und sogar weltweiten Techniken werden.«
So wurde beispielsweise 2007 in Gelnhausen weltweit erstmalig ein computerkontrollierter spinaler Infusionstest erfolgreich durchgeführt. Mittlerweile wird diese von den Gelnhäuser Ärzten entwickelte Technologie weltweit verwendet. Europaweit erstmalig wurde einer Patientin eine Bandscheibenprothese in Gelnhausen minimal-invasiv über einen Flankenzugang implantiert. Viele weitere innovative Technologien wie die Implantation einer vollbeweglichen künstlichen Ersatzbandscheibe zwischen zwei Lendenwirbel, der operative Verschluss von Bandscheibenrissen und die Therapie chronischer Iliosakralgelenkschmerzen ergänzen das Spektrum.
Geschäftsführer der Main-Kinzig-Kliniken, Dieter Bartsch, resümiert nach fünf Jahren Wirbelsäulenchirurgie: »Als wir mit Dr. Hölper und Dr. Eichler zwei ausgewiesene Experten für die neue Klinik für Wirbelsäulenchirurgie gewinnen konnten, habe ich erwartet, dass es sich so entwickeln wird. Doch meine Erwartungen sind durch den Patientenzuspruch bei Weitem übertroffen worden. Das ist ein großes Lob und Kompliment für alle Mitarbeiter in Medizin und Pflege.«
Und dies zeigte sich auch am 3. Tag der Wirbelsäule, der mit etwa 350 Besuchern in diesem Jahr ebenfalls ein Wachstum verbuchen konnte.
weitere Aktuelle Meldungen
| Datum | Beschreibung |
|---|---|
| 09.05.2012 | »Osthessen gegen den Schlaganfall« › mehr |
| 18.04.2012 | Klinikinformationen direkt ans Patientenbett › mehr |
| 05.04.2012 | Unterschriftenkampagne für eine faire Finanzierung › mehr |
| 23.03.2012 | Gelenk- und Gallen-OPs › mehr |
| 22.03.2012 | Neue Methode für Frühgeborene › mehr |
| 13.03.2012 | Neuer leitender Oberarzt › mehr |
| 07.03.2012 | Einmaliges Projekt in Hessen › mehr |











