Gut besuchter Infoabend der Freunde und Förderer
Großes Interesse an neuer Gefäßklinik
In der vergangenen Woche luden die Freunde und Förderer des Krankenhauses Gelnhausen zu einem Informationsabend mit geselligem Beisammensein. »Gefäßklinik – Das können wir für Sie tun« lautete der Vortrag von Dr. Oliver Fink, Leitender Arzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin an den Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen, der an diesem Abend im Zentrum der Veranstaltung stand.
Sehr verständlich erklärte der Gefäßchirurg den zahlreichen Besuchern, wie Gefäße erkranken und wie diese in der Gelnhäuser Gefäßklinik optimal behandelt werden können. Es wurden vier Hauptthemen der Gefäßerkrankungen in seinem Vortrag dargestellt. Diese waren die Durchblutungsstörung der Beine, die Einengung der Halsschlagader, die krankhafte Erweiterung der Bauchschlagader (Aneurysma) und die Venenerkrankungen der Beine als Varikosis.
So könnten beispielsweise Engstellen oder Verschlüsse in Beinschlagadern mit modernen Kathetertechniken auch ohne Operation oder in Kombination mit einem operativen Eingriff aufgedehnt werden. »Diese schonenden Behandlungen führen wir in unserer Klinik mit großen Erfolgen durch«, erzählte Dr. Fink. In Kooperation mit den Radiologen entwickeln die Gefäßchirurgen für jeden Patienten ein individuell angepasstes Behandlungskonzept. Dies beinhaltet z.B. die Aufdehnung von Engstellen mit Ballonkathetern und das Einbringen von Gefäßstützen (Stents) sowie evtl. erforderliche Bypassoperationen zur Überbrückung von langstreckigen Gefäßveränderungen. Dr. Fink: »Da die Anlage von Bypässen ein Schwerpunkt der Gelnhäuser Gefäßklinik ist, können auch bei scheinbar schwerwiegenden Durchblutungsstörungen, wie sie bei Diabetikern auftreten, Beinamputationen oft vermieden werden.«
Ein weiteres Spezialgebiet der Gefäßklinik Gelnhausen seien Operationen bei Veränderungen an den Halsschlagadern (Arteria carotis). Hier könnten Engstellen oder Verschlüsse zum Schlaganfall führen, weshalb eine bedrohliche Veränderung der Hirngefäße mit Ultraschalluntersuchungen, MRT oder Computertomographie frühzeitig erkannt werden müssten. Dabei handele es sich um Untersuchungsverfahren, die für Patienten sehr schonend seien.
Bei dem Thema Bauchgefäße nahm Dr. Fink primär Aneurysmen (Erweiterung der Bauchschlagader) in den Fokus. Würde nämlich eine Aussackung der Hauptschlagader (Aortenaneurysma) einreißen, bestünde für den Patienten Lebensgefahr. »Um dieses extrem hohe Risiko zu vermeiden, führen wir die erforderlichen Gefäßuntersuchungen so schonend wie möglich durch. In bestimmten Fällen ist allerdings ein operativer Eingriff notwendig. Dabei ist es möglich in geeigneten Fällen, die Schlagader innen mit einer flexiblen netzartigen Gefäßstütze (Stentprothese) zu schienen, wodurch eine offene Bauchoperation vermieden werden kann«, berichtete der Leitende Arzt.
Abschließend erklärte Dr. Fink, dass Erkrankungen der Venen möglichst frühzeitig erkannt und rasch behandelt werden sollten. So könnten Aussackungen hautnaher Venen (Krampfadern) oder Thrombosen mit modernster Ultraschalltechnik ohne Belastung des Patienten schnell und sicher erkannt und anschließend behandelt werden. Dies sei deshalb wichtig, weil schon bei leichten Veränderungen sich die Beschwerden stetig verschlimmern könnten. »Eine rechtzeitige Krampfader-Operation schont die gesunden Venen, da so das dauerhafte Tragen von Kompressionsstrümpfen vermieden wird. Dank neuester Operationstechniken können auch größere Krampfadern über kleine Stiche entfernt werden«, so Dr. Fink.
Im Anschluss an den Vortrag stellte der Gefäßchirurg seinen neuen Kollegen, Thomas Broszey, vor. Broszeys Beweggründe nach Gelnhausen zu gehen beschrieb er mit den Worten: »Mir waren vor allem die Teams wichtig. Damit meine ich jedoch nicht nur das gefäßmedizinische Ärzteteam, sondern auch das Pflegeteam, das Team der kooperierenden Kollegen, wie die Radiologen, sowie das Team der Verwaltung, deren Unterstützung für unsere Arbeit ebenso notwendig ist. Und diese Teams haben mir in Gelnhausen besonders gut gefallen.«
Zum Abschluss des Infoabends richtete sich Vereinsvorsitzender Jürgen Michaelis an die Gäste: »Tragen Sie, meine Damen und Herren, dazu bei, dass die Main-Kinzig-Kliniken als wichtigste und wertvollste Einrichtung unserer Region noch mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung erhält, damit sich das Krankenhaus Gelnhausen zum Wohl der Menschen auch weiterhin eine umfassende medizinische Versorgung gewährleisten kann.«
Wer sich den »Freunden und Förderern« anschließen möchte, kann sich an Herrn Karlheinz Freisler, Tel. 0 60 51/825 -100 wenden.
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