Hochspezialisierte Beatmung im Perinatalzentrum
Erstes Frühgeborenes profitiert von hochspezialisiertem Beatmungsverfahren im Gelnhäuser Perinatalzentrum
Das Perinatalzentrum der Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen, das auf die Versorgung von Früh- und Neugeborenen spezialisiert ist, konnte erstmals mithilfe eines hochmodernen Beatmungsverfahrens einen kleinen Patienten erfolgreich kurieren.
Nachdem die Mutter Maria Marx aus Hammersbach wegen vorzeitiger Wehen bereits mehrere Wochen in der Gelnhäuser Frauenklinik verbringen musste, ließ sich die Geburt in der 33. Schwangerschaftswoche nicht mehr aufhalten. Als Frühgeborenes kam Lukas mit einem Gewicht von gerade mal 2.200 Gramm zur Welt. Kurz nach der Geburt entwickelte er eine schwere Lungenentzündung, die zunächst eine Beatmung erforderte.
Nach einer weiteren Verschlechterung trotz intensivmedizinischer Betreuung erhielt Lukas unter Einsatz der sogenannten »inhalativen Stickoxid-Therapie« über ein hochempfindliches, spezielles Gerät kleinste Mengen Stickoxid. Durch die direkte Wirkung in der Lunge konnten sich die zuvor krankhaft verengten Lungengefäße schneller erweitern. Das Kind wurde dank dieser besonderen Behandlung sanfter und mit deutlich weniger Risiken medizinisch versorgt.
»Noch vor wenigen Jahren konnte einigen schwerkranken Neu- oder Frühgeborenen nur durch die vorübergehende und sehr komplikationsreiche Therapie an einer Herz-Lungen-Maschine geholfen werden«, erklärt Dr. Manuel Wilhelm, leitender Arzt des Perinatalzentrums. Die Einführung dieser neuen Stickoxid-Therapie ermöglicht nun eine komplikationsärmere Behandlung.
»Wir sind sehr froh, diese spezielle Möglichkeit der Beatmung jetzt auch direkt hier in Gelnhausen einsetzen zu können«, sagt Dr. Hans-Ulrich Rhodius, Ärztlicher Leiter der Main-Kinzig-Kliniken und Chefarzt der Kinderklinik.
Profitiert haben in diesem Fall der kleine Lukas und seine Eltern.
Bei der Entlassung ist Maria Marx überglücklich, dass sie ihr erstes Kind nun gesund mit nach Hause nehmen kann. »Ich bin so froh, dass uns die Gelnhäuser Ärzte und Schwestern helfen konnten. Alle waren unheimlich fürsorglich und haben uns in dieser schweren Zeit sehr geholfen«, berichtet die junge Mutter.
»Unseren Patienten in der Region eine bestmögliche Versorgung bieten zu können, ist unser größtes Ziel«, betont Dieter Bartsch, Geschäftsführer der Main-Kinzig-Kliniken. Mit der Eröffnung des Perinatalzentrums Ende letzten Jahres wurde somit nicht nur der konstant hohen Geburtenrate Rechnung getragen, sondern auch wichtige und zukunftsweisende Investitionen getätigt.
Dass der kleine Lukas nur drei Wochen später die Kliniken vollständig gesund verlassen konnte, ist jedoch sicherlich nicht nur dem Einsatz modernster Technik zu verdanken, sondern letztendlich auch der guten Zusammenarbeit von Frauen- und Kinderklinik im Gelnhäuser Perinatalzentrum.
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