Hohe Auszeichnung für Dr. Schwab
Verleihung zum »Mensch des Jahres 2010«
Dr. Matthias Schwab, leitender Oberarzt der Klinik für Unfall- und Gelenkchirurgie an den Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen, wurde in diesem Jahr für seinen Beitrag in der orthopädischen Chirurgie zum »Mensch des Jahres 2010« gewählt. Diese hohe Auszeichnung verlieh ihm die in Russland liegende Stadt Troizk, mit deren Krankenhäusern die Main-Kinzig-Kliniken seit fünf Jahren eine partnerschaftliche Kooperation pflegen.
Anlass für die Ehrung waren Dr. Schwabs bemerkenswerte Leistungen im Bereich der Orthopädie. So ließen die troizker Städtevertreter den Gelnhäuser Oberarzt in der Kategorie »Humanitäre Hilfe« die Ehre zu teil werden. Den Preis »Mensch des Jahres« vergibt die russische Stadt, die rund 35.600 Einwohner zählt, in verschiedenen Kategorien an besondere Menschen, die sich durch ihren außergewöhnlichen Einsatz verdient gemacht haben.
Seit 2007 besteht die Partnerschaft zwischen den Main-Kinzig-Kliniken und den Krankenhäusern in Troizk. Dank des intensiven Austauschs und der regelmäßigen Zusammenarbeit der Gesundheitsinstitutionen, geben so die deutschen Ärzte ihr Wissen und Erfahrungen sowie neueste Kenntnisse zu medizinischen Verfahren an die russischen Ärzte weiter.
Dafür besucht in jedem Jahr eine Delegation aus Troizk die Main-Kinzig-Kliniken, um hier neuste Operationsmethoden und moderne Techniken kennen zu lernen. Um entsprechende Methoden aber auch vor ort demonstrieren zu können, reist auch eine Gelnhäuser Delegation einmal im Jahr nach Russland.
Auf diesen Weg machen sich meist der Chirurg Dr. Schwab, Chefärztin der Frauenklinik Dr. Elke Schulmeyer, Pflegdienstleiter und Koordinator der Reise, Klaus Weigelt, OP-Pfleger Alexander Plattner sowie wie ein Übersetzer. Diesen Job wird bei der nächste Reise im Januar 2012 Larisa Pepler übernehmen, die aus Usbekistan stammend als Assistenzärztin der Medizinischen Klinik II an den Main-Kinzig-Kliniken Schlüchtern nicht nur hervorragende Russischkenntnisse, sondern auch medizinisches Wissen mitbringt.
Die Vorbereitungen für solch eine Reise beginnen bereits in Deutschland: Einige Wochen vor Reisebeginn erhalten Dr. Schwab und Dr. Schulmeyer Befunde der zu operierenden, russischen Patienten. Anhand von Röntgen- oder MRT-Bildern und den Untersuchungsergebnissen der troizker Kollegen stellen die Ärzte der Main-Kinzig-Kliniken eine Diagnose und planen die Operation. Während in Troizk für die OP notwendige Utensilien, wie beispielsweise Prothesen, organisiert werden, nehmen die Chefärztin Dr. Schulmeyer und Oberarzt Dr. Schwab spezielle Instrumente, die während der geplanten OP nötig sind, mit auf die Reise nach Russland. Vor Ort ist das Operieren die Aufgabe der deutschen Ärzte. Neben der Prothetik im orthopädischen Fachgebiet interessieren sich die russischen Ärzte im Bereich der Gynäkologie vor allem für Senkungs- und Harninkontinenzoperationen.
Dass bei dieser Kooperation beide Seiten gewinnen, ist für Dr. Schwab selbstredend: »Dieser kulturelle und medizinische Austausch der russischen und deutschen Krankenhäuser ist eine gelebte Freundschaft, die mir sehr am Herzen liegt.« Auch in seiner Dankesrede erwähnte Dr. Schwab vor allem die enge Zusammenarbeit der Häuser: »Ich möchte unbedingt darauf hinweisen, dass unsere Zusammenarbeit nur durch die gegenseitige Wertschätzung und Freundschaft in solch wunderbarem Maße umzusetzen war und weiterhin sein wird.«
Somit sind auch in den nächsten Jahren weitere Reisen und ein reger Austausch der Kliniken im Dienste der Patienten geplant.
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