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Neues Vernetzungskonzept zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung greift

Drei neue zukünftige Allgemeinmediziner stellen sich vor Krankenhausdezernent Frenz dankt dem Arbeitskreis »Allgemeinmedizin«


Unser Bild zeigt (v.l.n.r.): Dr. Willi Heinrich, Dr. Wolfgang Hahn, Frank Forst, Ingo Roth, Dr. Dietmar Schultheis, Josephine Konrad, Dr. Rosa-Maria Bachmann-Schmitt, Stephanie Krack, Dieter Bartsch und Günter Frenz

»Mein Ziel ist es, mich als Hausarzt niederzulassen.« – Gleich dreimal hörten der Erste Kreisbeigeordnete und Krankenhausdezernent Günter Frenz, Geschäftsführer Dieter Bartsch von den Main-Kinzig-Kliniken und die Sprecher des Arbeitskreises »Allgemeinmedizin« – Chefarzt Dr. Wolfgang Hahn von der Medizinischen Klinik II der Main-Kinzig-Kliniken, Frank Forst, leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie im Krankenhaus Gelnhausen, und die Allgemeinmediziner und Hausärzte Dr. Rosa-Maria Bachmann-Schmitt aus Freigericht, Dr. Willi Heinrich aus Langenselbold und Dr. Dietmar Schultheis aus Birstein – diese frohe Kunde. Sie kam von Stephanie Krack aus Altengronau, Josephine Konrad aus Zittau und Ingo Roth aus Magdeburg.

Die drei angehenden Allgemeinmediziner sind die ersten Ärzte, die im Rahmen eines einzigartigen Konzeptes ausgebildet werden: die Verbundweiterbildung »Allgemeinmedizin«. Dieses Weiterbildungskonzept will helfen, der durch das altersbedingte Ausscheiden von Hausärzten abzeichnenden Verschlechterung der medizinischen Versorgungslage im Main-Kinzig-Kreis intensiv entgegenzuwirken. Mit vielfältigen und facettenreichen Strukturen sollen junge Mediziner zur Tätigkeit als niedergelassener Arzt in einer Praxis oder zur Übernahme einer Praxis, einer Gemeinschaftspraxis mit mehreren Ärzten oder einer anderen Kooperation motiviert werden.

Erster Kreisbeigeordnete und Krankenhausdezernent Frenz hob bei der Vorstellung der drei angehenden Fachärzte für Allgemeinmedizin nicht nur hervor, dass Stephanie Krack, Josephine Konrad und Ingo Roth mit ihrer Ausbildung einen wichtigen Schritt für ihr eigenes berufliches Leben tun, er betonte vor allem auch die Bedeutung der zukünftigen Tätigkeit für die medizinische Versorgung der Bevölkerung im Main-Kinzig-Kreis. Damit zeige ein Konzept erste Erfolge, das eine Vernetzung der Ausbildung zum Allgemeinmediziner zwischen den Main-Kinzig-Kliniken und den Praxen im Main-Kinzig-Kreis vorsieht und vom Hausärzteverband Hessen sowie dem Ärztenetz Spessart eG getragen wird.

Den ausbildungswilligen jungen Medizinern wurde von Chefarzt Dr. Hahn und seinen Kollegen ein komplettes, zwischen den Main-Kinzig-Kliniken und den Praxen abgestimmtes Angebot unterbreitet: Während ihrer praktischen Ausbildung verbringen die zukünftigen Allgemeinmediziner grundsätzlich drei Jahre in den Main-Kinzig-Kliniken mit den beiden Krankenhäusern in Gelnhausen und Schlüchtern sowie zwei weitere Jahre in einer Hausarztpraxis. In den beiden Krankenhäusern steht entsprechend der Ausbildungsordnung in der Regel zwei Jahre die Innere Medizin im Fokus. Allerdings wird den Auszubildenden auch eine Vielzahl medizinischer Teilgebiete geboten, die von der Frauenheilkunde und Geburtshilfe über die Anästhesie, Urologie, Psychiatrie, Chirurgie oder der Kinder- und Jugendmedizin bis hin zur Geriatrie reichen. Somit erhalten interessierte, junge Menschen eine Ausbildung als Allgemeinmediziner nach Neigung und eigenen Schwerpunkten.

Stephanie Krack befindet sich derzeit in der Ausbildung in der Klinik für Allgemeinchirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie in Schüchtern, Ingo Roth in der Medizinischen Klinik II, ebenfalls in Schlüchtern. Josephine Konrad ist in der Medizinischen Klinik I in Gelnhausen tätig.

Die drei zukünftigen Allgemeinmediziner sind übrigens über unterschiedliche Wege zur Ausbildung bei den Main-Kinzig-Kliniken gekommen: Stefanie Krack wurde von Chefarzt Dr. Wolfgang Hahn angesprochen, Josephine Konrad ist übers Internet auf die Ausbildungsmöglichkeit im Main-Kinzig-Kreis gestoßen und Ingo Roth hat Kontakt zu den Main-Kinzig-Kliniken über eine Berufsmesse in Frankfurt gefunden. »Wir hoffen natürlich, dass wir mithilfe dieses Konzeptes noch weitere Jungmediziner gewinnen können«, so Krankenhausdezernent Frenz.

Außerdem dankte Frenz den Partnern, insbesondere den anwesenden Ärzten, für die erste erfolgreich zurückgelegte Wegstrecke. Übrigens: Die zukünftigen Allgemeinmediziner konnten ihr Betätigungsfeld in Schrift und Bild bereits kennenlernen, denn als Geschenk hatte der Krankenhausdezernent ein umfangreiches Buch über den Main-Kinzig-Kreis mitgebracht.

 

Hinweis: Wer sich bewerben will, kann seine Unterlagen an die Main-Kinzig-Kliniken, Personalmanagement, Stichwort »Allgemeinmedizin«  Herzbachweg 14, 63571 Gelnhausen senden. Weitere Informationen erhält man unter: www.mkkliniken.de; www.aerztenetz-spessart.de  und www.hausaerzte-hessen.de.


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