Arzt im Dialog
»Schmerzen im Alter«
08.03.2012, 19.00 – 21.00 Uhr, Cafeteria (Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen)
Ob im Kreuz, im Kopf, an den Nerven oder im Fuß – unter chronischen Schmerzen leiden etwa 17 Prozent der deutschen Bevölkerung. Meist sind Menschen über 60 Jahren häufiger betroffen als jüngere. Doch die wenigsten suchen rechtzeitig einen Arzt auf. Viele wenden sich erst dann an einen Mediziner, wenn die Schmerzen unerträglich werden.
Dabei sind Schmerzen kein Schicksal des Alters und Schmerzfreiheit auch kein Privileg der Jugend. Denn auch im Alter können Schmerzen gut behandelt werden.
»Es ist nach wie vor ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Schmerzen einfach zum Alter dazugehören«, erklärt Dr. Große. »Wenn man die Schmerzart gut diagnostizieren kann, ist oft auch eine entsprechende Therapie möglich.« Wie Schmerzen gemessen und behandelt werden können erklärt der Chefarzt an diesem Abend.
Außerdem beantwortet er die Fragen, warum die medikamentöse Schmerztherapie nach der Uhr und nicht nach Schmerzempfinden funktioniert, und benennt die häufigsten Fehler in der Schmerzbehandlung. »Vor allem bei älteren Menschen treten Besonderheiten in der Schmerztherapie auf«, so Dr. Große. So gelte es beispielsweise die sogenannte Komorbidität zu beachten, bei welcher neben der eigentlichen Grunderkrankung weitere Nebenerkrankungen auftreten, die dann Wechselwirkungen hervorrufen können.
Im Anschluss an jeden Vortrag laden wir Sie ein, bei einem kleinen Imbiss Ihre Fragen mit den Referenten zu besprechen. Der Besuch der Veranstaltung ist für Sie kostenfrei.
Referent
Dr. Alexander Große
Chefarzt der Klinik für Geriatrie
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