Klinik für Wirbelsäulenchirurgie
Vor Ihrer Behandlung
Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten sind einige Grundvoraussetzungen notwendig. Der Umfang der präoperativen Vorbereitungen hängt von der Art des Eingriffes ab. Meist können sich Patienten bei einem Eingriff im Hals- und Lendenwirbelsäulenbereich außerhalb des Endoprothetikbereiches (also ohne Implantation von künstlichen Bandscheiben oder Stabilisierungseingriffen) auf einen stationären Aufenthalt von etwa drei bis fünf Tagen einrichten. Bei komplexeren Eingriffen kann die stationäre Aufenthaltsdauer deutlich länger sein, insbesondere wenn im Anschluss noch weitere Behandlungsmaßnahmen oder eine Verlegung in eine weiterbehandelnde Klinik notwendig ist.
Zumeist ist der Ablauf wie folgt:
- Komplette Vorbereitung (Aufklärung, Narkosevorbereitung, Blutentnahme, ggf. Kreuzblut) ambulant wenige Tage vor der geplanten Operation.
- stationäre Aufnahme in der Regel am Morgen des OP-Tages (Station SU1/CU2, Wirbelsäulenchirurgie).
- Sechs Stunden postoperative Bettruhe, dann je nach Eingriffsart zumeist Aufstehen möglich.
- Am ersten postoperativen Tag volle Mobilisation. Nach HWS-Eingriffen erfolgt eine leichte Massage der Nackenmuskulatur und Entfernung der Redondrainage. Bei Eingriffen an der Brust- und Lendenwirbelsäule kann eine vorsichtige Physiotherapie begonnen werden.
- Entlassung in der Regel zwischen dem dritten und siebten postoperativen Tag (je nach Verlauf).
- Wiedervorstellung zur Abschluss-Untersuchung und Röntgen-Diagnostik nach etwa sechs Wochen. Hierzu wird ein Wiedervorstellungstermin bereits vom Praxispersonal für Sie terminiert.
- Eine Halskrawatte oder ein Korsett ist bei nahezu allen Operationstechniken in der Regel nicht mehr notwendig.
- Bei HWS-Eingriffen raten wir von Überkopfarbeiten, starken Rotationen im Bereich der Halswirbelsäule und dem Heben schwerer Gegenstände unmittelbar postoperativ ab.
- Medizinisches Krafttraining sollte bei Eingriffen ohne Implantate nach drei Monaten begonnen werden und ist zur Prävention bei jedem Patienten indiziert.
Klinikkoffer
Neben einer legeren Kleidung wie zum Beispiel einem Trainingsanzug ist für die Dauer des Aufenthaltes Nacht- und Wechselwäsche erforderlich sowie Toilettenartikel und Handtücher. Medikamente können zunächst selbst mitgebracht werden, um eine problemlose Umsetzung auf die hauseigene Medikation zu ermöglichen – die Präparate werden vom Haus gestellt.









