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Urologie und Kinderurologie in Gelnhausen

Diagnostik

Methode

Beschreibung

Bauchhöhlenspiegelung (Lapraskopie)

Die Bauchhöhlenspiegelung wird immer dann in der Kinderurologie angewendet, wenn einer oder beide Hoden nicht im Hodensack oder Leistenkanal zu entdecken sind. Hierbei wird in Vollnarkose eine kleine Nadel im Bereich des Bauchnabels eingestochen und der Bauchraum dann mit Kohlendioxid-Gas aufgebläht. Anschließend wird über die gleiche Stelle des Bauchnabels eine dünne endoskopische Kamera eingeführt und der Bauchraum ausgespiegelt. Je nach Befund kann dann gegebenenfalls ein sogenannter »Bauchhoden« über dieses minimalinvasive Verfahren operiert werden. Auch funktionslose Nieren können durch diese »Knopflochchirurgie« entfernt werden. Die Vorteile der Laparoskopie liegen darin, dass sie sehr schonend ist und nur kleine Narben entstehen.

Biofeedback-Training

Liegt als Ursache einer kindlichen Harninkontinenz bzw. eines nächtlichen Einnässens (Enuresis nocturna) z. B. eine Störung des Zusammenspiels der einzelnen Muskeln der Harnblasenentleerung vor (Detrusor-Sphinkter-Dyskoordination), leiten wir ein Biofeedback-Training ein. Um diese Störung des Zusammenspiels zu beseitigen, muss das Kind das Wasserlassen neu erlernen. Es muss lernen, den Beckenboden, der den Blasenschließmuskel beeinflusst, während des Wasserlassens zu entspannen. Hierzu muss es zunächst lernen, wie sich die Muskeln des Beckenbodens anfühlen und wie es sie beeinflussen kann. Dazu werden Klebeelektroden auf den Dammbereich aufgebracht und das Kind lernt an einem Computer z. B. den Weg eines Balls oder das Ausdruck eines Gesichts (weinender oder lachender Mund) mithilfe von Spannung und Entspannung der Muskeln zu steuern. Bei einem dauernden Training auf unserer Kinderstation, bekommt das Kind nach wenigen Tagen die Elektroden und einen kleinen »Gameboy-Computer« mit nach Hause und muss die entsprechenden Übungen zweimal am Tag für zehn Minuten durchführen. In der Regel benötigt das Kind nach drei bis sechs Monaten den Computer nicht mehr. Die Anspannung der Muskulatur funktioniert dann von allein.

Blasendruckmessung (Urodynamik)

Die Blasendruckmessung dient der Ursachenfindung bei der neurogenen Blasenentleerungsstörung. Gemessen werden der Harnfluss, der Blasendruck und der Druck in der Harnröhre.

Röntgen der Blase (Miktions­cysturethrographie – MCU)

Bei dieser Untersuchung wird Röntgenkontrastmittel in die Harnblase gefüllt. Dies geschieht über einen dünnen Katheter, der über die Harnröhre eingeführt wird. Alternativ kann das Kontrastmittel aber auch über eine dünne Nadel, die in örtlicher Betäubung durch die Bauchdecke in die Harnblase gestochen wird, in die Harnblase gelangen. Unter Röntgendurchleuchtung wird dann geschaut, ob dieses Kontrastmittel in Ruhe und während des Wasserlassens nur in der Blase bzw. Harnröhre sichtbar ist, oder ob es auch in die Harnleiter geschwemmt wird. Dies würde einen »vesikoureterorenalen Reflux« beweisen. Bei sehr kleinen Kindern, die unruhig sind, wird diese Untersuchung ambulant in Narkose sehr schonend durchgeführt. Durch unsere moderne digitale Röntgenanlage und die Maßnahmen zum Strahlenschutz kann die Strahlenbelastung sehr gering gehalten werden.

Ultraschall (Sonografie)

Bei dieser Untersuchungsmethode werden nichthörbare (Ultra-) Schallwellen in den Körper gesendet. Diese Wellen werden unterschiedlich stark von den Organen im Körper reflektiert. Diese reflektierten Signale werden aufgefangen und durch einen Computer in Bilder umgewandelt. Diese Untersuchung ist ungefährlich und bereitet keine Schmerzen. Sie wird bei nahezu allen Fragestellungen in der Kinderurologie angewendet.

Uroflow-Elektromyographie (Flow-EMG)

Bei diesem Untersuchungsverfahren werden Klebeelektroden auf die Haut des Bauch- und Dammbereiches aufgebracht. Dann setzt sich das Kind auf einen speziellen Toilettenstuhl und lässt seinen Harn in einen Trichter, der unter dem Toilettenstuhl steht. Parallel werden über eine Messeinrichtung der Harnfluss und die Aktivität der Beckenbodenmuskulatur gemessen und von einem Computer ausgewertet. Hierdurch können wir beurteilen, ob die Muskeln der Harnblase und der Harnröhre, die für eine normale Blasenentleerung verantwortlich sind, richtig zusammenarbeiten. Störungen dieser Zusammenarbeit, sogenannte »Detrusor-Sphinkter-Dyskoordinationen« sind nicht selten Gründe für eine kindliche Harninkontinenz bzw. nächtliches Einnässen (Enuresis nocturna).

Dr. med.
Andreas Schneider

Chefarzt der Urologie und Kinderurologie

 

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