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Urologie und Kinderurologie in Gelnhausen

Erkrankungen des Harntraktes

Oberer Harntrakt

Erkrankung

Beschreibung

Nierenbeckenabgangsenge (Subpelvinstenose)

Durch eine Enge am Übergang des Nierenbeckens zum Harnleiter kommt es zur Druckerhöhung im Nierenbecken und damit zur Aufweitung desselben. Diese Enge kann angeboren oder durch kreuzende Nierenblutgefäße verursacht sein. Meist fällt eine solche Enge zufällig beim Ultraschall durch die Erweiterung des Nierenbeckens auf. Selten bestehen beim älteren Kind Schmerzen oder es findet sich Blut im Urin. Ist die Enge ausgeprägt und besteht die Druckerhöhung im Nierenbecken längere Zeit, kommt es zum Untergang der Niere. Zur Abklärung einer im Ultraschall festgestellten Erweiterung des Nierenbeckens wird eine nuklearmedizinische Untersuchung, die so genannte »MAG3-Nierenfunktions-Szintigraphie« durchgeführt. Hierbei wird ein schwach radioaktiv markiertes Medikament über die Vene gespritzt und anschließend über die Nieren ausgeschieden. Diesen Vorgang beobachtet man unter einer speziellen Kamera. Die radioaktive Strahlung ist gering und ungefährlich. Ist eine Operation notwendig, wird die Enge ausgeschnitten und der Harnleiter durch eine Naht wieder mit dem Nierenbecken verbunden.

Nierensteine (Urolithiasis)

Sehr seltene kindliche Erkrankung, die meist durch angeborene Fehlbildungen der Harnorgane mit wiederkehrenden Infekten bedingt ist.

Unterer Harntrakt

Erkrankung

Beschreibung

Ektope Harnleitermündung

Bei einer ektopen Harnleitermündung handelt es sich um eine angeborene Fehlbildung des Harnleiters. Dieser mündet hierbei nicht wie üblich in die Harnblase, sondern in die Scheide oder den Samenleiter. Bei Mädchen, die unter einer Harnleiterektopie leiden, ist eine Inkontinenz häufiges Leitsymptom.

Harnröhrenklappen (Urethralklappen)

So genannte »Harnröhrenklappen« (Urethralklappen) sind Fehlbildungen, von welchen ausschließlich Jungen betroffen sind. Dabei handelt es sich um segelartige Vorsprünge, die unterhalb des Samenhügels liegen und den Harnfluss behindern. Sie führen meistens zu schwersten Missbildungen der Harnorgane mit Nierenversagen.

Urinrückfluss in Harnleiter/Niere (Vesikorenaler Reflux)

Normalerweise wird der durch die Nieren produzierte Urin über die beiden Harnleiter (Ureteren) in die Harnblase transportiert. Dort wird der Urin bis zum Harnlassen gespeichert. Beim Harnlassen wird er durch die Harnröhre (Urethra) aus dem Körper ausgeschieden. Bei gesunden Menschen fließt der Harn durch die Harnleiter in die Blase. An der Eintrittsstelle der Harnleiter in die Blase verhindert ein ventilähnlicher Mechanismus das Zurückfließen des Urins in die Nieren. Beim Reflux ist diese Ventilfunktion an einem oder beiden Harnleitern gestört und der Urin fließt zurück in den oder die Harnleiter oder sogar in eine oder beide Nieren... weiter

Dr. med.
Andreas Schneider

Chefarzt der Urologie und Kinderurologie

 

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