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Urologie und Kinderurologie in Gelnhausen

Miktionsstörungen

Erkrankung

Beschreibung

Einnässen am Tag (Harninkontinenz)

Unter kindlicher Harninkontinenz versteht man den unfreiwilligen Harnverlust während des Tages. Dieser kann »primär« sein – das Kind war noch nie trocken – oder »sekundär« – das Kind war für mindestens sechs Monate trocken. In der Regel ist eine Kontinenz ab etwa dem zweiten Lebensjahr erreicht, allerdings gibt es hier eine breite Altersspanne. Bei einer Inkontinenz geschieht der Harnabgang tropfenweise bis zu größeren Mengen vor oder nach dem Wasserlassen. Ständiges Harnträufeln weist auf eine anatomische Anomalie (fehlmündender Harnleiter) hin. Die Ursachen sind hierbei sehr vielfältig. Durch eine genaue Erhebung der Krankengeschichte, körperlicher Untersuchung, Untersuchung des Harns, Ultraschall und Miktionsprotokoll kann die zugrunde liegende Ursache meist gefunden und behandelt werden. Die Behandlung richtet sich nach der gefundenen Ursache. Bei zusätzlich vorliegendem nächtlichem Einnässen wird zunächst die Tagessymptomatik behandelt.

Nächtl. Einnässen (Enuresis nocturna)

Unter »Enuresis nocturna« versteht man den nächtlichen, unfreiwilligen Harnabgang mit kompletter Entleerung der Blase ab einem Alter von fünf Jahren. 15–20% aller Fünfjährigen sind davon betroffen, aber auch immer noch 5% der Zehnjährigen und 1-2% der 18-Jährigen. Die Ursachen sind vielfältig. Durch eine genaue Erhebung der Krankengeschichte, körperlicher Untersuchung, Untersuchung des Harns, Ultraschall und Miktionsprotokoll kann die zugrunde liegende Ursache meist gefunden und behandelt werden. Formen der Behandlung können sein: Blasentraining, vorübergehenden medikamentöse Behandlung oder ein Verhaltenstraining (siehe auch »Bettnässeralarmgerät«).
Die Behandlung kann mitunter länger notwendig sein. Durchschnittlich kann eine dauerhafte Trockenheit ohne Medikamente nach 28 Wochen erreicht werden. Patient, Eltern und behandelnder Arzt benötigen daher unter Umständen viel Geduld. Wesentlich zum Erfolg der Behandlung tragen die Motivation bzw. der Leidensdruck des Kindes und die Mitarbeit der Eltern bei.
Die primären Formen der Enuresis sind in aller Regel nicht durch psychosoziale Ursachen bedingt. Allerdings kann bei unbehandelten Kindern das ständige Einnässen zu Versagensängsten führen, soziale Kontakte verändern und letztlich Verhaltensstörungen auslösen. In sehr schwierigen Fällen muss gegebenenfalls erwogen werden, zusätzlich kinderpsychologische bzw. familientherapeutische Hilfe anzubieten.

Dr. med.
Andreas Schneider

Chefarzt der Urologie und Kinderurologie

 

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