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Wirbelsäulenchirurgie in Gelnhausen und Schlüchtern

Bandscheibenvorfall

Bei Bandscheibenvorfällen und Wirbelkanaleinengungen bieten wir als mikrochirurgische Eingriffe im gesamten Bereich der Wirbelsäule folgende Behandlungsmöglichkeiten:

Behandlung

Beschreibung

Kryotherapie

»Schmerzen lindern durch Kälte« ist das Grundprinzip der Kryotherapie (Kältebehandlung). Hierbei wird eine Sonde unter Bildwandler-Kontrolle punktgenau an den Ort des Schmerzes eingebracht. Durch die Zuführung von medizinischem CO2 in die Sondenspitze kühlt diese auf ca. -62° C ab (Thomas-Joule-Prinzip). Dabei werden kleine Gelenknervenäste so irritiert, dass eine Schmerzlinderung erreicht werden kann. Dies geschieht im Rahmen einer chemischen Umwandlung von Wasser zu Eis direkt am Ort des Schmerzgeschehens, wodurch neben der direkten Gelenknervirritation auch weitere biochemische Prozesse angestoßen werden. Eingesetzt werden kann diese Technik bei Wirbelsäulengelenkschmerzen (Facettengelenksyndrom) und Verletzungen peripherer Nerven. Die Wirkungsdauer ist von der Anwendungstechnik und der Lokalisation der Sonde am Schmerzort abhängig und reicht erfahrungsgemäß von mehreren Monaten bis zu einigen Jahren (im Mittel ca. 11 Monate). Vor der eigentlichen Behandlung wird punktgenau am späteren Vereisungsort eine sensible und motorische elektrophysiologische Testung vorgenommen, um eine Irritation wichtiger, in der Nähe verlaufender Nerven auszuschließen. Die Komplikationsrate in unserer Abteilung ist sehr niedrig, der Eingriff wird grundsätzlich unter kompletter anästhesiologischer Überwachung im Reinraum-OP unter absolut sterilen OP-Bedingungen durchgeführt, um das Risiko einer Infektion möglichst gering zu halten.

Laserchirurgie (PLDD)

»Schmerzen lindern durch Energie«, die einfachste Beschreibung der perkutanen Laserchirurgie der Bandscheibe (PLDD = perkutane Laser-Diskus-Dekompression). Für ausgewählte Indikationen kann eine Lasersonde in die Bandscheibe eingeführt werden. Über Zuführung von Energie in den inneren Bandscheibenkern kann dieser zum Schrumpfen gebracht werden. Dabei werden nicht nur Schmerzfasern zerstört, durch die Reduktion von Bandscheibengewebe im Inneren des Bandscheibenkerns werden auch die schmerzauslösenden Nerven entlastet. Diese OP-Methode wird ambulant durchgeführt, es ist lediglich eine lokale Betäubung notwendig und der Patient kann am OP-Tag die Klinik wieder verlassen.

Mikrochirurgie

»Weniger Schmerz durch weniger Trauma«: Die Mikrochirurgie ist entstanden durch die Weiterentwicklung der Lupenbrille zum vollwertigen OP-Mikroskop. Die modernen Mikroskope, wie sie auch in den Main-Kinzig-Kliniken Gelnhausen verwendet werden arbeiten über eine binokuläre Optik mit Lichtkegel im Sichtkanal, d.h. man kann auch unter dem OP-Mikroskop 3-dimensional sehen, sowohl der Operateur als auch der Assistent. Strukturen, die unter normaler Lichtquelle nahezu nicht sichtbar sind können dadurch dargestellt und geschont werden. Mittlerweile ist die Mirkochirurgie zur operativen Entfernung von Bandscheibenvorfällen das Standardverfahren, an dem sich alle neuen Methoden messen lassen müssen. Auch bei aufwändigen Wirbelsäuleneingriffen wie Stabilisierungsoperationen wird das Mikroskop eingesetzt. Dennoch sollte immer nach dem Grundprinzip »so minimalinvasiv wie möglich, aber so effektiv wie nötig« vorgegangen werden.

MISS-Technik

Ähnlich der perkutanen Technik werden über diesen »minimal-invasiven« Zugang sowohl Schrauben als auch Distanzhalter der Bandscheibe eingebracht. Die Verletzung der Muskulatur, der Blutverlust und das operative Risiko reduziert sich hierdurch deutlich.

Nucleoplastie

»Schmerzen lindern durch Hochfrequenzenergie«. Die Nucleoplastie ist eine minimal-invasive Operationstechnik, bei der über eine kleine Kanüle eine bipolare Radiofrequenzsonde in die Bandscheibe eingeführt wird. In der Bandscheibe erfolgt dann eine Coblation des Gewebes (»Schrumpfung«). Bei der Coblation werden Elektrolyte mittels Hochfrequenzenergie in einem leitfähigen Medium (wie z. B. Kochsalzlösung) angeregt, um ein präzise fokussiertes Plasmafeld zu erzeugen. Die aufgeladenen Teilchen im Plasma verfügen über ausreichend Energie, um Molekülverbindungen aufzuspalten und Weichteilgewebe bei niedrigen Temperaturen (40-70° C) abzutragen. Auf diese Weise bleibt die Integrität des umliegenden gesunden Gewebes erhalten. Durch die Coblation wird ein Teil des Nucleusgewebes vorsichtig entfernt und die vorgefallene Bandscheibe dekomprimiert. Der für die perkutane Bandscheibendekompression ideale Patient zeigt Symptome einer Bandscheibenvorwölbung, dies sind meist Wurzelreizungen, Beschwerden im Sinne einer Bandscheibenvorwölbung, fehlgeschlagene konservative Behandlung, Bandscheibenhöhe > 50 %. Auch »axiale Symptome« wegen einer Bandscheibenvorwölbung können behandelt werden bei einer positiven Diskographie mit konkordanten Schmerzen, einer Bandscheibenhöhe > 75 % und einer fehlgeschlagenen konservative Behandlung. Nicht angewendet werden sollte es bei einer Wirbelsäulenfraktur oder einem Wirbelsäulentumor, einem Herausgelösten Bandscheibenvorfall, einem vollständigen Einriss des Bandscheibenrings und bei einer mäßigen bis starken Spinalstenose.

Dr. med.
Michael K. Eichler
Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie
in Gelnhausen
in Schlüchtern

Dr. med.
Bernd M. Hölper

Chefarzt der
Wirbelsäulenchirurgie
in Gelnhausen
in Schlüchtern

Kontakt

Die Kontaktaufnahme erfolgt über die Praxen der »Neurochirurgie Osthessen« in Gelnhausen und Fulda.

Gelnhausen:
Bahnhofstraße 16
63571 Gelnhausen
Tel. 0 60 51/91 674 -0
Fax 0 60 51/91 674 -24
Kontakt per Mail

Fulda:
Maria-Ward-Straße 3
36037 Fulda
Tel. 06 61/480 486 -0
Fax 06 61/480 486 -24
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