Von 20 auf 72 Betten: Main-Kinzig-Kliniken entwickeln geriatrische Versorgung kontinuierlich weiter und würdigen langjähriges Engagement.
Seit 20 Jahren ist die Klinik für Geriatrie der Main-Kinzig-Kliniken am Standort Schlüchtern ein wichtiger Bestandteil der wohnortnahen medizinischen Versorgung älterer Menschen in der Region. Was 2006 mit 20 Betten begann, wurde bereits ein Jahr später auf 40 Betten erweitert. 2009 kamen weitere 32 Betten sowie moderne Therapieräume einschließlich einer Hydrotherapie hinzu. Anlässlich des Jubiläums blicken die Main-Kinzig-Kliniken auf die Entwicklung der vergangenen zwei Jahrzehnte zurück und richten zugleich den Blick auf die Herausforderungen der geriatrischen Versorgung.
„Unser Ziel ist es, unseren Patientinnen und Patienten möglichst viel Selbstständigkeit und Lebensqualität zurückzugeben – den Jahren mehr Leben zu geben“, betonen Dr. med. Alexander Große, Chefarzt der Klinik für Geriatrie, und Naumche Matoski, kommissarischer Leiter der Klinik. Entscheidend dafür sei das Zusammenspiel verschiedener Berufsgruppen: Pflege, Therapie, Psychologie, Logopädie, Sozialdienst und Ärzteschaft arbeiten gemeinsam daran, ältere Menschen individuell zu begleiten und ihre Selbstständigkeit bestmöglich zu erhalten oder wiederherzustellen.
Die geriatrische Versorgung gewinnt angesichts der demografischen Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Ältere Patientinnen und Patienten leiden häufig an mehreren Erkrankungen gleichzeitig und benötigen eine Behandlung, die medizinische, funktionelle und psychosoziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt. Die Geriatrie setzt deshalb auf einen ganzheitlichen, multiprofessionellen Ansatz, der nicht nur die Behandlung akuter Erkrankungen, sondern auch Mobilität, Alltagskompetenz und Lebensqualität in den Blick nimmt.
Die Jubiläumsfeier verbindet den Rückblick auf die Entwicklung der Klinik mit aktuellen fachlichen Fragestellungen. Nach der Begrüßung durch Christian Quack, Geschäftsführer der Main-Kinzig-Kliniken gGmbH, und Grußworten von Thorsten Stolz, Landrat des Main-Kinzig-Kreises, sowie Matthias Möller, Bürgermeister der Stadt Schlüchtern, geben Dr. Große und Naumche Matoski einen Einblick in die Entwicklung der Geriatrie am Standort Schlüchtern.
Das anschließende Fachprogramm greift zentrale Themen der heutigen Altersmedizin auf. Dazu gehören unter anderem die Therapie des Diabetes mellitus im Alter, die neuropsychologischen Aspekte des Alterns, die Versorgung hüftgelenksnaher Frakturen sowie die Behandlung von Herzinsuffizienz bei geriatrischen Patientinnen und Patienten. Weitere Beiträge widmen sich der sozialmedizinischen Begutachtung und gastrointestinalen Erkrankungen im höheren Lebensalter. Klinikführungen bieten zudem Einblicke in die Arbeit und die räumlichen Voraussetzungen der geriatrischen Versorgung.
„Seit 20 Jahren steht unsere Geriatrie für eine wohnortnahe und patientenorientierte Versorgung älterer Menschen in unserer Region. Mein besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden, die diese Entwicklung mit ihrem täglichen Engagement möglich gemacht haben. Ebenso danke ich Dr. Alexander Große, der die Klinik über viele Jahre maßgeblich geprägt und ihre Entwicklung entscheidend mitgestaltet hat. Mit der Vorbereitung der geriatrischen Tagesklinik bleibt er der Weiterentwicklung unserer Altersmedizin verbunden. Unser Anspruch ist es, auch künftig die Selbstständigkeit und Lebensqualität älterer Menschen in unserer Region bestmöglich zu fördern“, sagt Christian Quack, Geschäftsführer der Main-Kinzig-Kliniken.
Mit dem Jubiläum würdigen die Main-Kinzig-Kliniken die Entwicklung der vergangenen 20 Jahre und bekräftigen zugleich ihren Anspruch, älteren Menschen in der Region eine qualifizierte und wohnortnahe Versorgung zu ermöglichen.
Über die Jubiläumsveranstaltung
Die Feier findet am 6. November am Standort Schlüchtern statt. Das Programm beginnt um 10 Uhr und endet mit dem offiziellen Abschluss um 18 Uhr. Neben Grußworten und fachlichen Vorträgen sind zwei Klinikführungen sowie Möglichkeiten zum Austausch vorgesehen.



