Interprofessionelles Team der Main-Kinzig-Kliniken trainiert geburtshilfliche Notfälle unter realistischen Bedingungen
Auch bei hochsommerlichen Temperaturen von 38 Grad stand für die Mitarbeitenden der Main-Kinzig-Kliniken die Sicherheit von Mutter und Kind an erster Stelle: Hebammen, Ärztinnen und Ärzte der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Mitarbeitende der Anästhesie nahmen an einem interprofessionellen Simulationstraining für geburtshilfliche Notfälle teil.
In einem originalgetreu aufgebauten Simulations-Kreißsaal trainierte das Team verschiedene kritische Notfallsituationen, darunter eine postpartale Hämorrhagie (starke Blutung nach der Geburt), eine Schulterdystokie sowie einen eklamptischen Anfall. Die Szenarien wurden aufgezeichnet und anschließend gemeinsam im Rahmen eines strukturierten Debriefings ausgewertet. Dabei analysierten sowohl die aktiv Beteiligten als auch die beobachtenden Kolleginnen und Kollegen die Abläufe, Kommunikation und Entscheidungsprozesse.
Ziel des Trainings war es, standardisierte Abläufe für seltene, aber potenziell lebensbedrohliche Notfallsituationen zu festigen und die Zusammenarbeit aller beteiligten Berufsgruppen weiter zu stärken. Gleichzeitig wurden Kommunikation, Rollenverteilung und Entscheidungsfähigkeit unter Zeitdruck trainiert. Durch regelmäßige Übungen dieser Art gewinnen die Teams zusätzliche Handlungssicherheit und können geburtshilfliche Notfälle frühzeitig erkennen und effektiv bewältigen – ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit von Mutter und Kind.
„Geburtshilfliche Notfälle treten glücklicherweise selten auf. Gerade deshalb ist es entscheidend, dass alle Beteiligten die Abläufe regelmäßig trainieren und im Ernstfall als eingespieltes Team handeln können. Solche Simulationstrainings sind ein wichtiger Baustein unserer Qualitäts- und Sicherheitskultur“, sagt Christian Quack, Geschäftsführer der Main-Kinzig-Kliniken.
„Die Geburt eines Kindes ist in den allermeisten Fällen ein freudiges und komplikationsloses Ereignis. Kommt es dennoch zu einer Notfallsituation, muss jeder Handgriff sitzen. Mit regelmäßigen Simulationstrainings schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Hebammen, Ärztinnen, Ärzte und Anästhesieteam als eingespieltes Team zusammenarbeiten. So stärken wir die Sicherheit von Mutter und Kind und entwickeln die Qualität unserer Geburtshilfe kontinuierlich weiter, sagt Dr. Elke Schulmeyer, Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe.“
Auch die Verantwortlichen des Trainings ziehen ein positives Fazit. Die realitätsnahen Szenarien sorgten bei allen Teilnehmenden für einen hohen Lerneffekt und boten wertvolle Impulse für die weitere Optimierung der Abläufe. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse sollen künftig regelmäßige Simulationstrainings etabliert, Kommunikationsstandards für Notfälle weiterentwickelt, manuelle Fertigkeiten kontinuierlich geübt und die Ausstattung des Notfallkoffers optimiert werden.
Mit dem interprofessionellen Training unterstreichen die Main-Kinzig-Kliniken ihren Anspruch, die Sicherheit von Gebärenden und ihren Kindern kontinuierlich weiterzuentwickeln und die hohe Qualität der geburtshilflichen Versorgung nachhaltig zu sichern.
Unser Bild zeigt (v.l.n.r.):
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des interprofessionellen Simulationstrainings für geburtshilfliche Notfälle im Kreißsaal der Main-Kinzig-Kliniken.


