Kunstwerk von Antonia Henschel am Flachbau der Main-Kinzig-Kliniken fertiggestellt
Wer am Flachbau der Main-Kinzig-Kliniken vorbeikommt, entdeckt auf der Fassade zunächst einzelne Begriffe wie „Gesundheit“, „Toleranz“ und „Wohlbefinden“. Wer genauer hinschaut, stößt auf eine ungewöhnliche Botschaft: „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat“. Der Satz stammt von Philipp Reis, dem Gelnhausener Erfinder und Wegbereiter des Telefons. Das großformatige Kunstwerk der Künstlerin Antonia Henschel ist jetzt fertiggestellt und macht den Klinikstandort zu einem weiteren Schauplatz des „Outdoormuseums der Poesie“.
Das „Outdoormuseums der Poesie“ bringt seit 2021 Kunst, Sprache und Typografie in den öffentlichen Raum des Main-Kinzig-Kreises. Initiiert und kuratiert wird das Projekt von Jörg Schmitz mit der Stiftung Schrift und Bild.
„Eine Klinik ist mehr als ein Ort der medizinischen Versorgung. Hier geht es jeden Tag um Menschen, um Gesundheit und Wohlbefinden – und um Verständigung“, sagt Christian Quack, Geschäftsführer der Main-Kinzig-Kliniken. „Das Kunstwerk bringt diese Themen mitten in unseren Alltag und lädt Patienten, Angehörige und Mitarbeitende dazu ein, für einen Moment innezuhalten und genauer hinzuschauen. Es ist eine echte Bereicherung für unseren Standort und für alle, die hier ein- und ausgehen.“
Auch Landrat Thorsten Stolz würdigt die Bedeutung des Projekts: „Das Outdoormuseum der Poesie zeigt eindrucksvoll, wie Kunst den öffentlichen Raum bereichern und gesellschaftliche Themen sichtbar machen kann. Die Arbeit an den Main-Kinzig-Kliniken verbindet regionale Geschichte, kulturelles Engagement und die Werte einer wichtigen öffentlichen Einrichtung zu einem überzeugenden Gesamtkonzept. Zugleich unterstreicht das Projekt die Bedeutung der Ausbildung, denn die beteiligten Auszubildenden haben hier nicht nur handwerkliches Können bewiesen, sondern auch an einem bleibenden kulturellen Beitrag für unsere Region mitgewirkt.“
Umgesetzt wurde die Fassadengestaltung von Auszubildenden der Initiative „Mal was Echtes“ des Verbands Farbe, Gestaltung und Bautenschutz Hessen unter Leitung von Malermeister Ralf Dressbach. Sie konnten ihr handwerkliches Können dabei an einem dauerhaft sichtbaren Projekt in ihrer Region unter Beweis stellen.
Für Ole Schön, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Gelnhausen, unterstreicht das Kunstprojekt die enge Verbundenheit der Kreissparkasse mit den Main-Kinzig-Kliniken: „Die Main-Kinzig-Kliniken stehen für eine hochwertige Gesundheitsversorgung in öffentlicher Hand und sind für die Menschen unserer Region von unschätzbarem Wert. Als langjähriger Partner freuen wir uns, mit unserer Förderung einen Beitrag zu einem Projekt leisten zu können, das den Klinikstandort auf besondere Weise bereichert.“
Kurator Jörg Schmitz: »Der Standort des Outdoor-Museums der Poesie an den Main-Kinzig-Kliniken hat eine hohe Sichtbarkeit, da er täglich vielfach frequentiert wird. Im Klinikumfeld mag er Besucherinnen und Besuchern einen kleinen Moment mehr an Aufenthaltsqualität bringen.«
Starke Partner aus der Region machen das Kunstwerk möglich: Die Stiftung der Kreissparkasse Gelnhausen und die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen fördern die Umsetzung. Das Gesamtprojekt wird durch den Kulturfonds Main-Kinzig und die Art Mentor Foundation Lucerne finanziert. So kommen Kultur, Ausbildung und regionales Engagement an den Main-Kinzig-Kliniken zusammen.




