18 Ehrenamtliche schenken Patientinnen und Patienten Zeit, Nähe und ein offenes Ohr – DRK Gelnhausen finanziert neue Kasacks
Ein Lächeln, ein offenes Ohr oder einfach ein paar Minuten Zeit: Für Patientinnen und Patienten der Main-Kinzig-Kliniken können kleine Gesten viel bewirken. Seit vielen Jahren engagieren sich Frauen ehrenamtlich im Besuchs- und Vorlesedienst in Gelnhausen. Nun dürfen sie sich über neue grüne Kasacks freuen, die das DRK Gelnhausen finanziert hat.
Die grüne Farbe ist bewusst in Anlehnung an die bekannten „Grünen Damen“ gewählt. Gleichzeitig machen die Kasacks die Ehrenamtlichen im Klinikalltag besser erkennbar und schützen ihre private Kleidung. „Dafür möchten wir uns ganz herzlich beim DRK Gelnhausen bedanken“, betont die Gruppe um Maria Solbach. „Die neuen Kasacks machen sichtbar, dass wir als Ehrenamtliche für die Patientinnen und Patienten da sind.“
Zeit schenken und zuhören
Der Besuchs- und Vorlesedienst besteht derzeit aus 18 engagierten Frauen. Sie begleiten Patientinnen und Patienten in einer ungewohnten und oftmals belastenden Situation, nehmen sich Zeit, hören zu und leisten Gesellschaft. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen leisten eine wichtige Unterstützung im Klinikalltag. Für dieses langjährige Engagement möchte ich mich herzlich bedanken. Die neuen grünen Kasacks machen ihren Einsatz nun für alle sichtbar. Sie sind auch ein Zeichen für die starke Partnerschaft und Verbundenheit von DRK und Main-Kinzig-Kliniken“, sagt Christian Quack, Geschäftsführer der Main-Kinzig-Kliniken.
Der Besuchsdienst auf den Stationen besteht bereits seit 2002. In der Regel ist eine Ehrenamtliche fest einer Station zugeordnet und dort etwa einmal pro Woche im Einsatz. Seit 2011 gibt es außerdem den Vorlesedienst in der Kinderklinik. Dort ist täglich eine Ehrenamtliche für die jungen Patientinnen und Patienten im Einsatz.
Ein weiterer Bereich ist seit April 2025 der Besuchs- und Begleitdienst in der Zentralen Notaufnahme (ZNA). Von Montag bis Freitag unterstützt jeweils eine Ehrenamtliche für etwa zwei bis drei Stunden die Patientinnen und Patienten. Dabei geht es häufig um ganz einfache Dinge: ein Glas Wasser, eine Decke, Unterstützung beim Kontakt zu Angehörigen oder vor allem darum, zuzuhören.
Wie wichtig diese Zuwendung ist, zeigen Rückmeldungen aus der ZNA: „Wenn sie hier durchgehen mit einem Lächeln, geht es mir gleich besser.“ Oder: „Danke, dass sie mir zugehört haben.“ Seit dem Start des Dienstes seien ausschließlich positive Rückmeldungen eingegangen.
Langjährige Tradition
Maria Solbach ist seit fast 25 Jahren für den gesamten Besuchs- und Vorlesedienst verantwortlich und bildet als vom DRK eingesetzte Gruppenleitung das Bindeglied zwischen den Ehrenamtlichen und den Main-Kinzig-Kliniken.
Das Engagement hat eine lange Tradition: Der Besuchsdienst auf den Stationen besteht im kommenden Jahr seit 25 Jahren, der Vorlesedienst in der Kinderklinik feiert 2026 sein 15-jähriges Bestehen. Viele der derzeit 18 Ehrenamtlichen engagieren sich bereits seit zehn oder 15 Jahren.
Ehrenamtliche gesucht
Damit noch mehr Patientinnen und Patienten von dieser persönlichen Zuwendung profitieren können, freuen sich die Main-Kinzig-Kliniken und das DRK Gelnhausen über weitere Ehrenamtliche.
„Es liegt uns sehr am Herzen, weitere Frauen und Männer zu finden, die Lust haben, sich dieser wertvollen Aufgabe zu widmen“, sagt Maria Solbach. Wer Freude am Umgang mit Menschen hat, gerne zuhört und etwas Zeit schenken möchte, kann sich beim DRK Gelnhausen oder direkt bei Maria Solbach über die Möglichkeiten eines ehrenamtlichen Engagements informieren.
Denn manchmal braucht es nicht viel: ein wenig Zeit, ein offenes Ohr und ein freundliches Lächeln.
Unser Bild zeigt:
Hinten (v.l.n.r.): Frank Forst (ärztlicher Leiter ZNA), Johannes Steinke (pflegerische Leitung ZNA) Christian Quack (Geschäftsführer der Main-Kinzig-Kliniken), Mitte 2. Reihe von hinten: Katharina Auth (DRK-Kreisverband Kinzigtal e.V.), vorne links außen: Maria Solbach und die Ehrenamtlerinnen des DRK- Besuchs- und Vorlesedienstes


